PRIIP KIDs

»Regulatorische Verordnungen sollen Transparenz schaffen, sind aber oft schwer zu überblicken. Mit interdisziplinären Teams sorgen wir dafür, dass Sie fachlich und technologisch die Kontrolle behalten.«

Thomas Hungerkamp, Partner LPA

PRIIP KIDs

Regulatorische Anforderungen erfordern von Banken gänzlich neue Schritte. Um Ihr Kundengeschäft trotz komplexer Neuerungen erfolgreich zu halten, begleiten wir Sie fachlich, technisch und immer persönlich.

Unser Service rund um PRIIP KIDs im Überblick

PRIIP KIDs: Transparenz für Ihre Finanzprodukte

Die sogenannte Verordnung EU 1286/2014 über Basisinformationsblätter für verpackte Anlageprodukte für Kleinanleger und Versicherungsanlageprodukte ist besser bekannt unter dem Namen PRIIP-Verordnung. Sie ist zum Ende des Jahres 2014 in Kraft getreten und muss seit 01. Januar 2018 angewendet werden.

Das Ziel der PRIIP-Verordnung ist es, Finanzprodukte noch transparenter zu machen. Kleinanlegern soll es ermöglicht werden, Anlageentscheidungen auf der Basis von standardisierten, nicht werblichen Basisinformationsblättern zu fällen. Insofern ist das übergeordnete Ziel der Verordnung ein höherer Schutz für Kleinanleger.

Mit Kleinanlegern sind nicht nur private Investoren gemeint, sondern sämtliche unter MiFID II (2014/64/EU) in Artikel 4 (1) Nr. 11 und 2002/92/EC genannte Kundengruppen, die nicht als professionelle Kunden klassifiziert sind. Vereinfacht gesagt, sind das beispielsweise Kunden der Öffentlichen Hand sowie kleinere Unternehmenskunden bis zu einer festgelegten Umsatzgrenze.

PRIIP KIDs in der Praxis: Jede Menge neuer Herausforderungen

Das Ziel der PRIIP-Verordnung ist es, Transparenz über einen weiten Produktbereich hinweg zu schaffen. Das ist im Grundsatz begrüßenswert, aber es stellt sowohl die Ersteller als auch die Empfänger der daraus hervorgehenden Dokumente vor große Herausforderungen.

Die Ausweitung der Kundengruppe über den Bereich der Privatkunden hinaus führt dazu, dass sehr viele Kunden innerhalb von Banken betroffen sind. In der Folge müssen also nicht nur die Prozesse im Privatkundengeschäft angepasst werden, sondern auch die Vertriebs- und Beratungsprozesse im Bereich der Firmenkundenbetreuung.

Im Rahmen der Umsetzung der Richtlinie in der Finanzindustrie hat sich außerdem gezeigt, dass die engen Regeln des RTS (Regulatorische und Technische Standards) zu teilweise schwer zu interpretierenden Simulationsergebnissen und pauschalen Aussagen führen. Das Resultat kann sein, dass Anleger bestimmte Passagen fehlinterpretieren. Darum müssen die Fehlerquellen identifiziert und ausgeglichen werden. Hier liegt eine wichtige Aufgabe für die betroffenen Institute im Rahmen der Anlageberatung.

PRIIP KIDs: Hintergründe und Entstehung

Als Ergänzung zu der bereits 2014 veröffentlichten Verordnung hat die europäische Kommission 2017 die finale Version der RTS veröffentlicht. Sie regeln die konkrete Umsetzung und die Ausgestaltung der Basisinformationsblätter. Und sie dienen den umsetzenden Banken als Richtlinie für die Ausgestaltung der Dokumente. Die PRIIP-Verordnung enthält an mehreren Stellen Verweise auf korrespondierende Regelungen im MiFID II/MiFIR-Regelwerk.

Die PRIIP-Verordnung betrifft sämtliche Finanzinstrumente und Versicherungsanlageprodukte, die als verpackte Anlageprodukte klassifiziert werden. Konkret fallen darunter Produkte aus den Bereichen Zertifikate, strukturierte Anleihen, OTC-Produkte für Spekulations- und Absicherungsgeschäfte und nicht zuletzt Fonds und Kapitallebensversicherungen. Die große Bandbreite der Produkte, die von der Verordnung betroffen sind, erklärt sich damit, dass Funktionsweisen, Kostenstrukturen sowie Risiken und Chancen über alle Produktklassen sicher dargestellt werden sollen.

PRIIP-KIDs in der Praxis: Details und konkrete Beispiele

Das Basisinformationsblatt (Key Information Document, kurz KID oder PRIIP-KID) wurde von der europäischen Kommission im Rahmen des RTS hinsichtlich Inhalt und Struktur klar definiert. Unter anderem ist das Dokument in acht Bereiche zu unterteilen. Über weite Strecken sind die Formulierungen vorgegeben, und auch die Berechnungsmethoden für Risikosimulationen sind vorgegeben. Den erstellenden Banken werden nur an ausgewiesenen Stellen inhaltliche Freiheiten eingeräumt.

Die Gliederung des Basisinformatiosnblatts gem. RTS.

Ein zentrales Element des KIDs ist die Darstellung des Risikogehalts eines Produktes über eine einzelne Zahl (SRI, Single Risk Indcator) auf einer Skala von 1 bis 7. Ein SRI von 1 signalisiert die geringste Risikoklasse, ein SRI von 7 die höchste. Mit Ausnahme von OTC-Derivaten ist die Ermittlung des SRI das Ergebnis von Simulationsrechnungen, die auf Basis vorgegebener Methoden durchgeführt werden.

Exemplarische Darstellung des SRI auf einem KID Dokument.

PRIIP-KIDs in der Praxis: Unsere Leistungen

Im Rahmen der initialen Einführung der Basisinformationsblätter haben wir 15 europäische Banken bei dieser neuen regulatorischen Anforderung begleitet – sowohl in der technischen Implementierung als auch von fachlicher Seite. In allen Fällen kam für die technische Umsetzung unsere Dokumenten- und Workflowsteuerungssoftware LPADoc zum Einsatz.

Unsere Projektteams haben wir für sämtliche Kunden interdisziplinär aufgesetzt, um das Zusammenwirken von Finanz-Know-how und IT-Expertise zu garantieren. Das sicherte unseren Kunden ergebnisorientierte Diskussionen, und getroffene Entscheidungen konnten schnell praktisch umgesetzt werden.

Auch heute, nach der Einführung der PRIIP-Verordnung, stehen unseren Kunden die Mitglieder des LPA-Projektteams selbstverständlich als direkte Ansprechpartner für Folgefragen und Anpassungen zur Verfügung.

Möchten Sie mehr darüber erfahren, wie wir Sie um Umfeld von PRIIP KIDs unterstützen?

Thomas Hungerkamp
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Ihr Ansprechpartner für Regulation & Technology

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