SFTR Einführung
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LPA Office

»Die Pflichten, die sich aus den komplexen regulatorischen Anforderungen ergeben, sind für Banken und Kreditinstitute immer schwieriger zu durchdringen. Wir behalten für Sie den Überblick – fachlich und technologisch.«

Arne Grotheer, Partner LPA

SFTR

Nachdem Teilnehmer an den Finanz- und Kapitalmärkten über die letzten Jahre mit der Implementierung von umfangreichen Meldevorschriften (EMIR, MMSR, MiFID II) beschäftigt waren und auch noch sind, zeigt das Tempo der Veränderungen für Finanzinstitute in Europa keine Anzeichen einer Entschleunigung.

Mit der Meldepflicht gemäß Artikel 4 der Securities Financing Transaction Regulation (SFTR) steht bereits die nächste Herausforderung unmittelbar vor der Tür. SFTR bedeutet eine signifikante Veränderung für die Wertpapierfinanzierungsbranche mit einer phasenweisen Einführung ab April 2020.

Wichtige Kennzahlen

  • Gegenparteien mit Sitz in der EU sowie ihre Nicht-EU-Niederlassungen sowie EU-Niederlassungen von Unternehmen ansässig in Drittländern müssen die Einzelheiten aller gehandelten SFTs, einschließlich der Sicherheiten, Wiederverwendung sowie jede Änderung oder Beendigung der folgenden Produkte an ein gemäß der SFTR zugelassenes Transaktionsregister (TR) melden:
    • Pensionsgeschäfte (Repos)
    • Wertpapier- und Warenleihgeschäft
    • Buy/Sell back – und Sell/Buy back-Geschäfte
    • Lombardgeschäfte
    • Total Return Swaps
  • Die Meldepflicht wird stufenweise eingeführt und beginnt am 11. April 2020, wobei Kreditinstitute und Wertpapierfirmen an erster Stelle stehen, gefolgt von zentralen Gegenparteien und Zentralverwahrern am 11. Juli 2020, Fonds (OGAW, AIF) und Versicherungsunternehmen am 11. Oktober 2020 und nichtfinanziellen Gegenparteien am 11. Januar 2021.
  • Die Meldung umfasst insgesamt bis zu 155 Datenfelder. Davon sind in einer ersten Phase mit Start der Meldepflicht 62 Felder abstimmungspflichtig. In einer zweiten Phase, die 2 Jahre nach Beginn der Meldepflicht startet, werden weitere 34 Felder in den Abstimmungsprozess einbezogen, sodass sich die Gesamtzahl der abstimmungspflichtigen Felder auf 96 erhöht.
  • Die Meldung soll im ISO20022 Format zum Zeitpunkt T+1 nach Geschäftsabschluss erfolgen. Zugehörigen Sicherheiten werden S+1 gemeldet.
  • Die Meldepflicht betrifft beide Gegenparteien eines Wertpapierfinanzierungsgeschäfts, wobei diese an den Kontrahenten oder einen Drittanbieter delegiert werden kann.

Die Meldung erfordert eine Erstellung eines Unique Transaction Identifier (UTI) gemäß dem unter EMIR verwendeten Wasserfallmodell.

27.5.2019
ESMA Consults
Future Reporting Guidelines under SFTR
22.3.2019
Official Journal of the EU
SFTR related delegated Regulations

Zentrale Handlungsfelder

Es ist unbestritten, dass Marktteilnehmer ihre bestehenden Prozesse ändern und viele Herausforderungen bewältigen müssen, um der neuen Verordnung nachzukommen.

Datenverfügbarkeit

Die erforderlichen Daten sind aktuell stark fragmentiert, so dass keine Gegenpartei oder kein System über alle meldepflichtigen Daten verfügt. Viele der Pflichtfelder sind in verschiedenen Anwendungen zu finden oder stehen derzeit nicht im benötigten Format zur Verfügung. Dies kann zu Schwierigkeiten bei der Datenbeschaffung führen. Die Herausforderung für unsere Kunden besteht darin, den gesamten Datenbestand entsprechend den bereichsspezifischen Berichtsanforderungen zu identifizieren, zusammenzuführen, zu harmonisieren und in einer SFTR konformen Qualität an das TR zu melden.

Abstimmung (Reconciliation)

Die SFTR Meldung erfordert die Abstimmung von 62 Feldern durch das TR. 52 Felder davon müssen identisch sein. In einigen Fällen werden die meldepflichtigen Daten derzeit in einem bestimmten Format in den internen Systemen dargestellt, bspw. Werden Wertpapierklassifizierung nach ISO10692 Standard dargestellt.

Effektivität und Effizienz

Die Fragmentierung der Meldeprozesse wird die Umsetzung von End-to-End-Lösungen erschweren. Da SFTR auch für Gegenparteien außerhalb des Europäischen Wirtschaftsraums (EWR) gilt, besteht Bedarf an einer Lösung mit mehreren Gerichtsbarkeiten. Darüber hinaus werden Unternehmen versuchen, ihre bestehende strategische Infrastruktur für die Umsetzung der SFTR Verordnung zu nutzen.

Make-or-buy

Durch strenge Abstimmungsregeln müssen Marktteilnehmer entscheiden, ob sie alle meldepflichtigen Daten direkt an ein TR senden oder ob sie die Unterstützung von einem externen Meldeservice heranziehen, der Meldesätze validiert, bevor diese an das TR gesendet werden.

Unser Angebot

Wir begleiten Sie als Partner und kompetenter Ansprechpartner bei der Umsetzung der SFTR Meldung. Dabei unterstützen wir Sie während der gesamten Projektlaufzeit von der Konzeption über die Umsetzung bis zum Go Live.

Unser Angebot umfasst:

  • Auswirkungs- und Portfolio-Analyse sowie Lösungskonzeption
  • Aufnahme spezifischer Anforderungen in Bezug auf Kontrahenten, Produkte und verwendeter Systeme
  • Gap-Analyse Datenanforderungen und Verfügbarkeit
  • Unterstützung bei der Sicherstellung der SFTR-konformen Datenqualität
  • UTI Generierung in Abstimmung mit Kontrahenten
  • Auswahl und Anbindung an ein Transaktionsregister
  • Analyse Make-or-Buy Entscheidung und ggf. Auswahl eines geeigneten Service Providers
  • Unterstützung bei der Umsetzung benötigter Schnittstellen und der Konsolidierung benötigter Datenfelder
  • Aufsatz und Sicherstellung der ESMA-konformen Meldung im ISO20022 Format
  • Auswahl und –verarbeitung benötigter Reports
  • Testvorbereitung, -durchführung und –abnahme
  • Unterstützung bei Go-live und Aftercare

Sprechen Sie uns an! Bei Fragen oder für weitere Informationen zur SFTR Meldepflicht stehen wir Ihnen gerne für einen Austausch in Ihrem Hause zur Verfügung.

Möchten Sie mehr darüber erfahren?
Wir beraten Sie gerne.

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Günther Neurohr
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