LPA Office

»Im Dickicht der regulatorischen Anforderungen ist es nicht leicht, den Überblick zu behalten. Woran wir uns messen: Ihre Prozesse ohne Einbußen im Tagesgeschäft sicher zu transformieren, effizient zu machen und zu digitalisieren.«

Thomas Eitenmüller, LPA-Geschäftsführer

MiFID II / MiFIR

Wir begleiten Sie bei der Anpassung Ihrer Prozesse durch die Entwicklung von
Handlungs- und Umsetzungsoptionen sowie deren Implementierung in Ihr
Tagesgeschäft.

Unsere Leistungen zum Thema
MiFID II / MiFIR

Neue Anforderung, für Sie passende Lösung

Mit der Anwendung von MiFID II (»Markets in Financial Instruments Directive«) sowie der begleitenden Verordnung MiFIR (»Markets in Financial Instruments Regulation«) wurden die zu erbringenden Wertpapierdienstleistungen zahlreicher Finanzinstrumente geregelt. Für den europäischen Wertpapiermarkt bedeuten diese Regulierungen einen epochalen Wandel: weil regelkonforme Prozesse rund um das Kundengeschäft, Produkte sowie Dienstleistungen im laufenden Betrieb neu auf- und umgesetzt werden müssen.

In jedem Fall aber geht es in diesem Schritt darum, Ihre individuellen Finanzprodukte, Anlageideen und Risikomanagementlösungen sowie Ihre Vermarktungsansätze auf ein neues Level zu heben. Einfach muss es sein, intuitiv und digital: Gewinnen wird derjenige Wettbewerber, der maßgeschneiderte Lösungen bei gleichzeitiger Automatisierung anbietet.

Auf diese Handlungsfelder wirken sich die
regulatorischen Neuerungen MiFID II / MiFIR aus:

  • auf das kundenbezogene Wertpapiergeschäft (Schwerpunkt auf Privatkunden)
  • auf die Handels- und Derivatgeschäfte sowie die einschlägige Marktinfrastruktur (Handels- / Ausführungsplätze)
  • auf die übergreifende Governance der betroffenen Dienstleister und Marktteilnehmer

In diesen Fokusthemen unterstützen wir Sie:

  • Vertrieb und Abschluss von Zins- und Währungsderivaten: Die Anforderungen der MiFID II greifen tief in den Vertriebsprozess von Banken ein: Im Hinblick auf die Kostentransparenz, die Geeignetheitsprüfung, die Dokumentation von Beratungsgesprächen sowie die Qualifikation der Mitarbeiter ergeben sich erweiterte Prüf-, Dokumentations- und Transparenzpflichten im Kundenkontakt. Diese haben signifikante Auswirkungen auf die Anlageberatung Ihrer Kunden.
  • Product Governance: Die Product Governance soll sicherstellen, dass Emittenten bzw. Produkthersteller und Vertrieb ein Finanzprodukt ausschließlich an geeignete Zielkunden vertreiben. Zur Einhaltung dieser Anforderungen sind Wertpapierunternehmen künftig verpflichtet, vielfältige Anstrengungen zu unternehmen: Zielmarktdefinitionen und Informationen zu Vertriebsstrategien für jedes Finanzinstrument sollen gewährleisten, dass Kunden Finanzinstrumente erwerben, die zu ihnen passen: Kenntnisse und Erfahrungen, Anlagehorizont sowie die Verlusttragfähigkeit eines Kunden müssen mit den Produkteigenschaften verglichen und für »geeignet« erklärt werden.
  • Regelungsbereich Systematische Internalisierung (sowie Rechtsfolgen):
    Bereits mit MiFID I wurde das Konzept der »Systematischen Internalisierung« (SI) eingeführt, blieb jedoch auf den Aktienhandel beschränkt. »Systematische Internalisierer« sind demnach »Wertpapierfirmen, die in organisierter und systematischer Weise häufig und in erheblichen Umfang Handel für eigene Rechnung betreiben, wenn sie Kundenaufträge außerhalb eines geregelten Marktes, eines MTF (»Multilateral Trading Facility«) oder eines OTF (»Organised Trading Facility«) ausführen«. Durch die Weiterfassung des Konzeptes um OTF und den Begriff »in erheblichem Umfang« findet das SI-System nun auch Anwendung auf Eigenkapitalinstrumente (ETFs, Zertifikate etc.) und Nichteigenkapitalinstrumente wie etwa Derivate, Anleihen und andere strukturierte Finanzinstrumente.
    Als Bemessungsgrundlage zur Bestimmung des Handels in »erheblichem Umfang« werden der Anteil des OTC-Handels in einem Finanzinstrument am Gesamthandelsvolumen der Wertpapierfirma herangezogen oder der Umfang des OTC-Handels der Wertpapierfirma, bezogen auf das Gesamtvolumen des OTC-Handels eines Finanzinstruments in der Europäischen Union.
  • Transparenzreporting und Transaktionsmeldung: MiFID II erweitert die Transparenzanforderungen zu den bereits bestehenden und unter MiFID I eingeführten Vor- und Nachhandelstransparenzpflichten für den Aktienhandel an regulierten Märkten um Eigenkapitalinstrumente (ETFs, Zertifikate etc.) und Nichteigenkapitalinstrumente wie zum Beispiel Derivate, Anleihen und andere strukturierte Finanzinstrumente. Darüber hinaus wird angestrebt, dass bilateral gehandelte OTC-Produkte an OTFs gehandelt werden. Für die nach MiFID II regulierten Handelsplattformen RM (»Regulated Markets«), MTF und OTF werden identische Vorschriften für die Vor- und Nachhandelstransparenz angewendet. Für SI weicht die Vorhandelstransparenz von jener der regulierten Handelsplattformen jedoch ab. Die Vorhandelstransparenz umfasst die Veröffentlichung aktueller Geld- / Briefkurse und die Markttiefe. Die Nachhandelstransparenz bedingt eine zeitnahe Veröffentlichung von Preisen, Volumen und Handelszeitpunkten.
  • Handelspflichten und -strategien:
    MiFID II erwertert den definierten Katalog an Handelsplatformen um OTF. Ziel ist es, den Handel, der nicht an geregelten Märkten (RM und MTF) stattfindet, regulatorisch zu erfassen. Derivate, die ausreichend standardisiert sind, müssen von finanziellen Gegenparteien über geregelte Märkte gehandelt werden.
  • Anforderungen an den algorithmischen Handel: Der algorithmische Handel gemäß MiFID II / MiFIR ist definiert als Handel mit einem Finanzinstrument, »bei dem ein Computeralgorithmus die einzelnen Auftragsparameter automatisch bestimmt, z. B. ob der Auftrag eingeleitet werden soll, Zeitpunkt, Preis bzw. Quantität des Auftrags oder wie der Auftrag nach seiner Einreichung mit eingeschränkter oder gar keiner menschlichen Beteiligung bearbeitet werden soll«. Wertpapierfirmen, die Handel dementsprechend betreiben, müssen bestimmte Standards und Reportings vorhalten, die insbesondere die technische Infrastruktur, Risikokontroll- und Betriebskapazitäten sowie Anwendungsanforderungen betreffen.
  • Best Execution (Berichte und Ausführungsgrundsätze): Mit Inkrafttreten der MiFID II müssen Banken jährlich »Tops 5 Reportings« über ihre Ausführungsplätze und ergänzende bewertende Zusammenfassungen über die erreichte Ausführungsqualität veröffentlichen. Zudem verlangt die MiFID II von Wertpapierunternehmen eine Dokumentation über die »Fairness« eines vorgeschlagenen Preises. Zu diesem Zweck müssen Banken Prozesse und Dokumentationen für die Erfüllung ihrer besten Ausführungspolitik (Best Execution Policy) vorhalten.
  • Clearinganforderungen (Direkt und Indirekt): Die MiFIR (»Markets in Financial Instruments Regulation«) regelt verschiedene Anforderungen an das Clearing von Derivaten. Seit Januar 2018 sind börsengehandelte Derivate verpflichtend über Zentrale Kontrahenten (CCPs) zu clearen. Clearingmitglieder und Kunden, die Teil einer Indirekten Clearingvereinbarung sind, müssen höhere Anforderungen im Bereich Vertragswerk und Sicherheitensegregation erfüllen. Zusätzlich werden für Clearingprozesse höhere Standards bezüglich zeitlicher Fristen und Informationsweitergabe zwischen CCP, Clearingmitglied und Kunde gefordert. Die neuen Regelungen sind dabei eng mit der Handelsplatzpflicht für OTC-Derivate verknüpft, welche ebenfalls als Teil der MiFIR eingeführt wurde. Die Handelsplatzpflicht gilt für clearingpflichtige und als liquide klassifizierte Derivategeschäfte. Zukünftig sind diese Kontrakte über autorisierte Handelsplätze, umfassend regulierte Märkte, multilaterale Handelssysteme und organisierte Handelssysteme abzuschließen. Die Neuerungen implizieren für Marktteilnehmer Anpassungsaufwände im Vertragswesen, bei Handelssystemen und in der Derivateabwicklung.

Unsere Gap-Analysen zum Thema MiFID II / MiFIR umfassen:

  • das Impact Assessment
  • die Analyse der Strategien, Prozesse und Systeme
  • die Identifizierung von Handlungsfeldern
  • die Planung von Umsetzungsaktivitäten

Unsere Umsetzung zum Thema MiFID II / MiFIR umfasst:

  • Entwicklung von Zielbildern und Erarbeitung von Richtungsentscheidungen
  • Erarbeitung und Konzipierung von Umsetzungslösungen
  • Erstellung von Detailkonzepten, Maßnahmenplanung und Umsetzung
  • Implementierung organisatorischer Anpassungen
  • Implementierung technischer Anpassungen (inkl. Testmanagement)

LPA-Solutions zum Thema
MiFID II / MiFIR

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Thomas Hungerkamp
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Ihr Ansprechpartner für Regulation & Technology

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