Ankündigung des Abschlussberichts und des RTS-Entwurfs zu Offenlegungen unter SFDR durch die europäischen Aufsichtsbehörden

Ankündigung des Abschlussberichts und des RTS-Entwurfs zu Offenlegungen unter SFDR durch die europäischen Aufsichtsbehörden

Am 4. Februar 2021 haben die European Supervisory Authorities (ESA) ihren Abschlussbericht zu den Regulatory Technical Standards (RTS) für SFDR veröffentlicht. Daraus ergeben sich einige Neuerungen, die im Compliance Reporting dringend zu beachten sind.


Ziel der vorgeschlagenen RTS ist der Schutz von Anlegern durch die Verbesserung der Offenlegung von Umwelt-, Sozial- und Unternehmensführungsaspekten (Environmental, Social and Governance, ESG) zu den Auswirkungen von Anlageentscheidungen und zu den Nachhaltigkeitsmerkmalen von Finanzprodukten. Dies wird das Risiko von Greenwashing verringern und der Nachfrage der Anleger nach nachhaltigen Produkten entsprechen.

Die wichtigsten Änderungen in diesem endgültigen RTS-Entwurf im Vergleich zum vorherigen RTS-Entwurf (veröffentlicht im Rahmen des gemeinsamen Konsultationspapiers am 23. April 2020) sind:
  1. Die Indikatoren für die wichtigsten negativen Auswirkungen (Principal Adverse Impacts - PAIs) auf Unternehmensebene wurden aktualisiert.
  2. Die Templates für die vorvertragliche und periodische Offenlegung nach Artikel 8 wurden aktualisiert (im Vergleich zu den im September 2020 veröffentlichten Mock-ups).
  3. Die Templates für die vorvertragliche und periodische Offenlegung nach Artikel 9 wurden erstmals veröffentlicht.
  4. Die Vorgaben bezüglich der Produktinformationen auf der Website nach Artikel 8 und 9 wurden aktualisiert.
  5. Details zum Nachweis, dass nachhaltige Investitionen nicht signifikant schaden DNSH (Do Not Significantly Harm) wurden veröffentlicht.
  6. Eine Klarstellung zu Multi Option Products (MOPs) wurde bereitgestellt.

Herausforderungen, die sich daraus ergeben:

  1. Definition eines eindeutigen Monitorings für vorvertragliche und periodischer Berichte.
  2. Anpassung an die im RTS enthaltenen Mock-ups für vorvertragliche und periodische Berichte.
  3. Berücksichtigung von historischen Daten in periodischen Berichten und Durchschnittbildung über jeden Zeitraum hinweg, um "window dressing" zu vermeiden.
  4. Bereitstellung der erweiterten Produktinformationen auf der Webseite.
  5. Implementierung einer Methodik zur Auswahl von Indikatoren auf Basis von Eintrittswahrscheinlichkeit und Schweregrad.
  6. Für MOPs: Pflicht zur Bereitstellung von Informationen zu allen Optionen, entweder als Anhänge oder über Links.
  7. Bereitstellung der geforderten Informationen für Verwaltungsmandate und andere Produkte, deren Kennzahlen aus Gründen der Vertraulichkeit in einem passwortgeschützten Bereich der Webseite stehen.

Die Europäische Kommission hat den Bericht erhalten und wird die RTS voraussichtlich innerhalb von drei Monaten nach ihrer Veröffentlichung billigen. 

Johannes Waldheim, Leiter Produktmanagement bei acarda, begrüßt den Entwurf der RTS zur Verbesserung der ESG-Berichterstattung: "Aktive und passive Fonds müssen beide die gleichen Informationen mit den gleichen Informationsanforderungen bereitstellen. Ein passiver Fonds, kann sich einfach auf den Index beziehen, muss dies aber deklarieren. Eine SDFR-konforme und frühzeitige Positionierung der Produkte nach Artikel 6, 8 und 9 mit allen Dokumenten und Berechnungen ist unerlässlich. Mit einem in unsere Reporting-Plattform integrierten SFDR-Modul unterstützen wir unsere Kunden mit ESG-konformen Daten, Methodenabgleich, allen Berechnungen und Dokumenten sowie Webservices gemäß dem bis zum 10. März 2021 geforderten SFDR Level 1."
Johannes Waldheim

Head of Product Management, acarda

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