Case xVA

Case Study – xVA

Unsere Lösung für das Geschäft und die Menschen dahinter – gestaltet mit Kapitalmarktexpertise, Fachberatung und zeitgemäßer Technologie.

Case Studies

Das Projekt

Eine Bank hatte ein variables Darlehen an einen Großkunden vergeben, um eine Anlageinvestition zu finanzieren. Die Zinshöhe dieser langfristigen Finanzierung wurde durch begleitende Zinsderivate zwischen Kunde und Bank abgesichert. Als die Anlage in Betrieb genommen wurde, hatten sich jedoch die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen nachhaltig verschlechtert, was sich auch auf die Ökonomie des Anlagebetriebs auswirkte. Weil die Zinsen gesunken waren, hatten sich für den Kunden zudem die Zinssicherungen nachteilig entwickelt. Aus Sicht der Bank war die Situation ungünstig, weil gestiegene Forderungen – Kredit plus positiver Marktwert der Derivate – mit einer verschlechterten Besicherung der Anlage einhergingen. Die Situation erschwerte sich noch, denn der Kapitaldienst aus Tilgungs- und Zinszahlungen musste aus dem Anlagebetrieb geleistet werden, obwohl sich die Einnahmen verringerten.

Die Strategie / Unsere Vorgehensweise

Das Ziel war die Entwicklung einer Lösung, die den Kunden in die Lage versetzt, seinen laufenden Kapitaldienst zu reduzieren und über die Laufzeit zu glätten – ohne den zugrundeliegenden Kredit zu berühren. Diese Anpassung wurde rein synthetisch erzielt, und zwar durch den Einsatz geeigneter Derivate. Unser Beitrag bestand insbesondere darin, innovative Ideen zu generieren und im Kontext der operativen Belange des Kunden und der kreditmateriellen Rahmenbedingungen der Bank zu detaillieren. Die Ergebnisse wurden in Zusammenarbeit mit beiden Parteien finalisiert. Die Herausforderung bestand darin, einen aus Banksicht markt- und risikogerechten Preis mit den operativen Spielräumen des Kunden in Einklang zu bringen. Aufmerksamkeit galt vor allem den xVAs der Derivate im Alt- und Neugeschäft. Die Veränderung von Kontrahentenrisiken (Bonität des Kunden/ der Anlage, CVA), die Refinanzierungskosten der Bank (FVA) und die Kapitalkosten der Bank (KVA) flossen detailliert in die Preisgestaltung ein. Neben der Preisfindung ging es darum, die Nebenabreden der neuen Vereinbarung auf die individuellen Prioritäten der Beteiligten abzustimmen.

Bewertung

Die Software

Für die Entwicklung von Lösungsalternativen sowie markt- und risikogerechter Preisbestimmung der Derivate konnten wir auf unsere Software LPACalc zurückgreifen. Dabei ließ sich die hohe Flexibilität der Software optimal ausspielen: in Bezug auf die zu verwendenden Zahlungsprofile, Nebenbedingungen und die State- of-the-Art-xVA-Kalkulation.

Unsere Lösung

Zum Vorteil beider Beteiligten haben wir eine Lösung entwickelt, mit der sich die finanzielle Situation entspannen und ein langfristig gangbarer Weg erarbeiten ließ. Sowohl ökonomisch als auch bilanziell konnte zum einen eine Interessenidentität in der Produktlösung erzielt werden, zum anderen eine angemessene Bepreisung angesichts der neuen Kundensituation. Ein Nebeneffekt dieses Projekts war das hohe Maß an Transparenz: Dadurch vertiefte sich das Vertrauen zwischen Kunde und Bank.

Digital Advisory

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Christian Behm
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