LPA Office

Case Study – Clearing & Collateral Management

Unsere Lösung für das Geschäft und die Menschen dahinter – gestaltet mit Kapitalmarktexpertise, Fachberatung und zeitgemäßer Technologie.

Case Studies

Das Projekt

Gemäß der »European Market Infrastructure Regulation« (EMIR) sind seit dem 1. März 2017 neue Regeln zur Besicherung von nicht-geclearten OTC-Derivaten festgelegt. Demnach müssen neue Derivategeschäfte ab diesem Stichtag mindestens mit einer Variation Margin abgesichert sein, je nach Geschäftsvolumen auch zusätzlich mit Initial Margin.

Diese Collateral-Anforderungen werden über Rahmenverträge bzw. neue Besicherungsanhänge (Credit Support Annexes) geregelt. Dadurch stellen sie auch eine administrative Herausforderung für bestehende Derivate(-Portfolios) dar: Institute können ihr Alt- und Neugeschäft je Kontrahent entweder unter verschiedenen Verträgen führen, oder sie vereinbaren eine Anpassung der Derivateverträge an die neuen regulatorischen Anpassungen.

Diese Restrukturierung kann einen signifikanten Einfluss auf die Werthaltigkeit des gesamten Portfolios haben: Daher ist es wichtig, dass beide Kontrahenten über den gleichen Informationsstand verfügen. Unser Kunde wurde von seinen Kontrahenten auf eine Umstellung des Besicherungsanhangs angesprochen. Das Ziel für dieses Projekt bestand in der Quantifizierung der Werthaltigkeit der Umstellung des Besicherungsanhangs mit dem jeweiligen Kontrahenten.

Die Strategie / Unsere Vorgehensweise

Zunächst wurde das Portfolio an LPA übertragen und anhand eines Marktwertabgleichs validiert. Daraufhin wurden Annahmen vereinbart, welche als Proxy für Kontrahentenrisiko/Rating und Finanzierungskosten sowohl für das eigene Institut als auch für den Kontrahenten getroffen werden sollen. Zudem wurde die Behandlung von bestimmten wertbeeinflussenden Faktoren (wie z.B. Break-Clauses) diskutiert und gemeinsam entschieden. Mehrere Berechnungen wurden unter verschiedenen Annahmen durchgeführt, um eine Spanne als Verhandlungsgrundlage zu beziffern – sowohl aus eigener Sicht als auch aus Sicht des Kontrahenten. Je nach Diskussionsstand und -fortschritt wurden die Berechnungen aktualisiert.

Bewertung

Die Software

Wegen diverser xVA-Effekte (Credit Valuation Adjustment, Funding Valuation Adjustment) können die Vorteile des einen Kontrahenten die Nachteile des anderen Kontrahenten übertreffen – insgesamt ergibt sich so ein Nettogewinn, der zwischen beiden Parteien alloziert werden kann. Unsere Bewertungssoftware LPACalc bietet in diesem Zusammenhang die Möglichkeit, bestehende Portfolios unter verschiedenen CSA-Ausgestaltungen und jeweils aus der Sicht beider Kontrahenten zu bewerten. Das Tool ermöglicht es also, die gesamte Werthaltigkeit einer geplanten Restrukturierung abzubilden.

Unsere Lösung

Unter verschiedenen Annahmen haben wir die Werteffekte potenzieller Umstellungen ausgewählter CSA-Verträge des Kunden ermittelt und darüber hinaus die bilaterale Verhandlung mit dem Kontrahenten unterstützt. Auf diese Weise konnten deutliche Ausgleichszahlungen bei der Umstellung erzielt werden.

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